Sonntag, 23. März 2014

Das Maß ist voll!

Geschmacklos, geschmackloser, FPÖ.

Ich würde meinen, das Maß ist voll.


Nach Haiders Sager mit der „Ordentlichen Beschäftigungspolitik des Dritten Reiches“, nach der Aussage „Wir sind die neuen Juden“, nach dem Vergleich mit der „Reichskristallnacht“ und nun Mölzers Rülpser und Verharmlosung durch den Vergleichs des „Dritten Reiches“ mit der EU, kann man meines Erachtens mit Fug und Recht behaupten, dass die FPÖ eine Nazi-Partei ist. 

Und, nein, ich schwinge nicht die Nazi-Keule, das macht die FPÖ schon ganz alleine.

Sonntag, 9. Februar 2014

Steine des Anstoßes

Wenn man solche Kommentare in der Tageszeitung, wie den nachstehenden …

(Kleine Zeitung, 08. Februar 2014, Mit der Kraft der Kalser Steinesiegen)



„[…] Er aktiviert die Thymusdrüse und somit unser Abwehrsystem und den Hormonhaushalt, außerdem wirkt er positiv auf Lunge, Nieren, Herz und die Produktion roter Blutkörperchen". Vor allem jedoch harmonisiert der Serpentin die geistigen Wünsche mit den körperlichen Fähigkeiten seines Trägers und unterstützt ihn dabei, hochgesteckte Ziele zu erreichen. […]“

… schon zum Frühstück verdauen muss, ist man geneigt auf die Uhr zu blicken, um zu überprüfen, ob es nicht schon Viertel nach Frühmittelalter ist.

Ich empfahl der Kleinen Zeitung, sich vorsichtshalber auf den Schwellen der Eingangstüre der Redaktionsräume ein Drudenkreuz (Pentagramm) zu pinseln. In einem Zug, ohne abzusetzen, sonst hilft es nicht, um vor bösen Geistern, bösen Weibern und allem Zeuch was da herum fleucht verschont zu bleiben.

Und ja keine Winkel offen lassen, sonst trottet aufs Geratewohl der Mephistopheles herein und der pudelt sich dann immer so auf und wir haben wieder das faustsche Gscher.


Montag, 23. Dezember 2013

Meine Mutter beichtete, weil Sie Kreisky wählte

Das Interview vom neuen Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter
„Meine Mutter beichtete, weil Sie Kreisky wählte“
im Kurier …

… sollte man gelesen haben – hier ein Auszug:

„Aber meine Mutter hat in den 70er-Jahren zwei Mal Bruno Kreisky gewählt, weil er das Stipendium für Bauernkindern eingeführt hat. Sie ging natürlich beichten und der Pfarrer hat ihr als Buße jeweils zwei Mal das „Gegrüßet seist du Maria“ aufgetragen. Das war also die Strafe in den 70ern, wenn man SPÖ gewählt hat (lacht).“

Das wirft naturgemäß doch die eine oder gar die andere Frage auf:

Ich frage mich, welche Strafe mir die Kirche heute auferlegt, wenn ich dem Pfarrer meines Vertrauens beichte, was ich wähle.

Ja genau, was sagt die Kirche heute dazu? Gibt’s noch Strafen für „Falschwähler“?

Hätte Jesus Christus wirklich ÖVP gewählt? Ich hätte hinsichtlich dieser Gütergemeinschaft mit seinen Aposteln doch eher auf Kommune – sprich Kommunismus getippt.

Er hat Unmengen Fisch aus dem Nichts erschaffen und sie den Menschen gegeben. Es ist nicht überliefert, dass er dafür Geld genommen hätte und mit den Worten ergänzt: „Geht es der Fischwirtschaft gut, geht es den Menschen gut.“ Nein, davon ist nichts überliefert. Auf die Wein-Industrie will ich mich gar nicht einlassen. Auch wenn man die wundersame Fischvermehrung und Wasser-zu-Wein-Umwandlung nicht unbedingt wortwörtlich tierisch ernst nehmen sollte, die Ultrakatholiken verstehen hier keinen Spaß oder besitzen auch nur Quantensprüngchen an Phantasie, dass in der orientalischen blumigen Aussprache, vielleicht dies nur im übertragenen Sinn so gemeint sein kann. Da kann man sehr schnell sein Lehramt verlieren, wenn man leisen Verdacht bezüglich Jungfrauengeburt haucht (siehe Uta Ranke-Heinemann).

Hätte Jesus Christus ein Stipendium für Bauernkinder als Sünde erachtet?

Warum es eine Sünde ist zweimal zu heiraten und zwar dann, wenn man beides Mal kirchlich heiratet, aber nicht, wenn man das erste Mal nur standesamtlich heiratet, will mir auch nicht gänzlich einleuchten?

Auch dachte ich eher, dass Jesus Pazifist gewesen wäre, gut das eine Mal im Tempel ist ihm die Geißel etwas ausgekommen, aber seien wir ehrlich, wem ist das nicht schon mal passiert?

Aber, dass Jesus gerauft hätte, darüber stand nichts in der Bibel, und er hat – Achtung jetzt kommts: … als er gekreuzigt wurde, keine Engelsheerscharen herbeigerufen! … obwohl er dazu in der Lage gewesen wäre, ja wirklich. Das war mir auch neu, aber letzteres hat mir ein leibhaftiger Frater (Bruder) erklärt, der kurz, sehr kurz, um genau zu sein, einen Tag lang mein Religionslehrer pardon unser Religionslehrer war – daraufhin baten mich meine Klassenkameraden, ob ich vielleicht nicht doch beim Schuldirektor intervenieren könnte und wir wieder unseren guten alten weltlichen Religionslehrer bekommen könnten. Der Schuldirektor war ein gütiger Mann und wir hörten nichts mehr von heiligen Engelscharen mit feurigen Schwertern.

Dann diese elendige Begriff „Stolz“, den ich schon unzählige Male auseinander nahm, wieder zusammenschraubte und wieder zerschlug und es wurde nichts Brauchbares daraus.

Was hat es bitte mit diesen vermaledeiten „Stolz“ auf sich. Rein philosophisch, ohne Zuhilfenahme von geistlichen Einflüsterern vermag ich festzuhalten, dass „Stolz“ eben kein ehrenwertes Attribut ist, auf das man zu Recht … ähm … lassen wir das. Machen wir es kurz: „Stolz“ ist eine Todsünde. Und aus. Der Vorteil an religiösen Dogmen ist, dass man sich die Finger nicht wund schreiben braucht, um es zu belegen. Es steht geschrieben. Und aus. Quod scripsi, scripsi. Rom hat gesprochen. Roma locuta, causa finita.

Aus mit der Maus.




Sonntag, 8. Dezember 2013

Sprachmelodie der FPÖ

Ich kann mir nicht helfen, selbst deren Melodie in ihren Aussagen erweckt in mir ungute Assoziationen.


"Wir stehen hinter, vor und neben dir auf dem Weg zum ersten freiheitlichen Bundeskanzler"

Generalsekretär Harald Vilimsky, 07.12.2013, FPÖ-Parteitag in Graz




„Vor uns liegt Deutschland, in uns marschiert Deutschland und hinter uns kommt Deutschland!"

Adolf Hitler, 1934, Reichsparteitag in Nürnberg

Samstag, 7. Dezember 2013

Wenn Menschenleben Brauchtum nachgereiht wird

"Das war kein Krampus, sondern ein Sadist"

Kommentar zu oa. Beitrag

Ich kann mich noch gut an einen alten ORF-Beitrag aus den 1970ern erinnern, in dem man dieses „Brauchtum“ vorstellte. Krampusse wurden in die Stube gelassen, die Kinder hatten Todesangst und weinten zum Gaudium der Erwachsenen.

Keine Kritik aus der Bevölkerung war zu vernehmen – weil, ja weil es ja „immer schon a so woa.“ Hätte man einen Hund derart in Panik versetzt, wäre wohl ein lauter Aufschrei in allen Medien zu vernehmen gewesen.

Ich kann mich auch noch gut daran erinnern, als der von mir sehr geschätzte Verhaltensforscher Otto König in Matrei i. O. anlässlich einer solchen Veranstaltung verletzt wurde und man das lachend und stolz weiter erzählte - als ob man auf eine Körperverletzung an einem alten Mann stolz sein könnte. 


Wenn die Gesundheit oder gar Menschenleben einem Brauchtum nachgereiht werden, dann sagt das einiges über die Akteure aus und wenn selbst nach diesem Vorfall das Brauchtum noch immer wichtiger ist, als das Überleben eines Menschen und man lautstark versucht es zu verteidigen, anstatt einfach einmal aus Pietät das Maul zu halten, dann frage ich mich ernsthaft, ob diese Menschen noch geistig zurechnungsfähig sind.

Mittwoch, 20. November 2013

TIWAG senkt Förderungen für private Photovoltaik-Anlagen



Tiwag senkt Förderungen für private Photovoltaik-Anlagen

Tiroler Tageszeitung vom 20. November 2013



Ich kann mich noch gut daran erinnern, als der Bürgermeister unserer Marktgemeinde in einer Gemeindeversammlung zum Thema Photovoltaik darauf verwies, wie wichtig und wertvoll für die Umwelt und Nachhaltigkeit die Photovoltaik ist und dass es sehr sinnvoll wäre, in eine solche Anlage zu investieren – insbesondere mit dem Hinweis der 15 Cent-Vergütung.

Heuer entschloss ich mich auf Grund der vorteilhaften Neigung meines Daches entsprechend dem propagierten Daten im Internet (Solarpotential-Studie) zu einer Installation einer solchen Anlage.

Keine sechs Monate später, senkt man so ganz nebenbei die Vergütung um sagenhafte 40% (!) mit derart verlogenen Hinweisen wie „man passe sich den Marktgegebenheiten an“ oder „wir vermeiden somit eine Überförderung von privaten Anlagen“.

Überförderung der Kleinen? – im Ernst?
Schmeckt eine Kilowattstunde von einem Privaten anders als wenn sie von einem Bauernstadel oder Firmendach kommt?
Oder will man die eigene Klientel nicht verschrecken!

Marktgegebenheiten?
Sehr schön, dann harre ich der freudigen Botschaft entgegen, dass die TIWAG den Strompreis auch um 40% senkt! – der Marktgegebenheiten wegen.

Es ist schier unglaublich mit welch einer unverschämten Dreistigkeit, einer elendigen Arroganz die Tiroler Landespolitik und die TIWAG gegen die Bevölkerung vorgeht!

Mit Anstand und Ehre hat diese Vorgangsweise nichts mehr zu tun, die Kraftausdrücke erspare ich mir!


Ein verärgerter Tiroler!

Montag, 4. November 2013

Wir könnten uns theoretisch vereinigen und jetzt ein Kind zeugen

"Wir könnten uns theoretisch vereinigen und jetzt ein Kind zeugen."


Marcus Franz, Arzt und Abgeordneter im Interview zur Profil-Autorin




Erkenntnis 1: 
Das passiert, wenn man nur als Protest wählt.

Erkenntnis 2:
Dummheit ist besonders amoralisch.



Aufforderung 1:
Überprüfung und Aktualisierung der Uni-Lehrpläne.
Punkt 1: Die Erde ist keine Scheibe.

Hoffnung 1:
Da kann man nur hoffen, dass es bei der Theorie bleibt.